Gesundheitsgefahr durch Drucker-Toner

Freitag, 19. März 2010

In Deutschland surren in Wohnungen und Büros Millionen Drucker. Nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen können die Toner bei Benutzung die Atemwege in einem erheblichen Maße schädigen.
Gesundheitsgefahr durch Druck-Toner
Polizei-Kommissar Stelting musste mit 40 Jahren in den Ruhestand gehen, er war offiziell das erste Opfer, welches den Gesundheitsgefahren von Druckertoner erlegen hat. Seit diesem Vorfall hat sich die “Interessengemeinschaft Tonergeschädigter” gegründet, welche den Gefahren von Druckertonern nachgehen. Bei der Benutzung der Drucker und dessen Tonern werden möglicherweise Krebs erregende Substanzen ausgeschüttet, so Michael Braungat vom Hamburger Umweltinstitut. In dem Pulver schweben Partikel, welche nur wenige Mikrometer groß sind. Diese entstehen während der Drucker die Buchstaben auf das Papier einbrennt, wobei ein magnetisch-thermischer Effekt entsteht. Die Verteilung der Partikel erfolgt durch die Hightech-Hardware und die starken Luftgebläse.


Die Untersuchung – erstaunliche Resultate

Das Hamburger Umweltinstitut hat im Auftrag der Interessengemeinschaft eine Untersuchung durchgeführt, bei welcher drei Drucker und Toner der beiden Firmen Hewlett-Packard und Kyocera untersucht wurden. Die Ergebnisse bestätigen, dass viele Schwermetalle wie Nickel, Quecksilber und Cobalt durch die Toner freigesetzt wurden. Wenn das Papier bedruckt wird, wird der Tonerstaub erhitzt. Im Anschluss verdampft das Quecksilber, welches über die Atemwege aufgenommen wird. Die Konzentration der Krebs erregenden Substanzen Nickel und Cobaltsäure betrugen bei einem Hersteller sogar 42 Milligramm pro Kilogramm. Dies Menge ist ganz klar als gesundheitsschädlich einzustufen. Mittlerweile hat die Berufsgenossenschaft die schädliche Wirkung der Drucker anerkannt, viele Vorfälle sind inzwischen medizinisch bewiesen worden.