Gesundheitsschäden durch Drucker?

Freitag, 8. Januar 2010

Diese Frage wir des Öfteren im Internet gestellt. In vielen Foren wird darüber diskutiert. Das Spektrum der Antworten reicht von Ignoranz bis hin zu Angst vor diesen Geräten überhaupt. Die Wahrheit liegt, wie so oft, genau in der Mitte. Es sind vielmehr die Umstände und die Handhabung, die einen Drucker zu einer Gesundheitsgefahr machen können.

Fakt ist, dass die Farben der Tintenstrahldrucker nicht ganz unbedenklich sind. Es ist ebenfalls eine Tatsache, dass viele Laserdrucker die Luft in unseren Büros beeinflussen. Während beim Tintenstrahler hauptsächlich der Hautkontakt die leicht zu reduzierende Gefahrenquelle darstellt, ist der Umgang mit Laser-basierenden Geräten um einiges schwieriger.

Vor allem ältere Drucker (und Fotokopierer) erzeugen beim ionisieren der zu bedruckenden Papierstellen erhöhte Ozon-Mengen. Das Umweltbundesamt warnte schon im Jahre 2007 vor diesem geruchlosen Gas, das neben den unsichtbaren Feinstaub-Partikeln aus Geräten diesen Typs entweichen kann. Gleichzeitig gab man jedoch Entwarnung, da die neueren Modelle entweder weniger Ozon erzeugen oder gar einen eingebauten Filter besitzen. Zu Gesundheitsschäden komme es ohnehin nur in beim längeren Verbleib in kleinen und schlecht gelüfteten Räumen. Den schädlichen Einfluss der Toner-Partikeln auf den menschlichen Körper kann man mit Luftbefeuchtung und ausreichende Belüftung auf ein Minimum reduzieren.

Der Toner (ein farbiger Feinstaub auf Kunstharz-Basis, der auf dem Papier durch die heiße Walze fixiert wird) sollte zudem in geschlossenen Kassetten statt in einem offenen Gefäß installierbar sein. Seine chemische Zusammensetzung ist heute aus medizinischer Sicht bei üblichen Mengen unbedenklich.

Besonders emmisionsarme Geräte erkennt man am Logo mit dem Blauen Engel. Auf der gleichnamigen Internetseite findet man eine aktuelle Liste solcher Laserdrucker.

Je nach Menge der Laser-Geräte und Höhe des Druckaufkommens kann es zu Symptomen kommen, wie sie die Interessengemeinschaft Tonergeschädigter (kurz: ITG) beschreibt: Kopfschmerzen, Atemnot, Reizhusten oder allergische Reaktionen. Langzeitschäden für die Gesundheit von Menschen sind bisher unbekannt. Die Kombination folgender Faktoren kann sich gesundheitsschädigend auswirken: Kleine, schlecht gelüftete Räume mit trockener Luft, hohe Gerätedichte, veraltete Geräte, lange Expositionszeiten sowie hohes Druckaufkommen.